Eis wie Feuer von Sara Raasch

Titel: Eis wie Feuer
Autor: Sara Raasch
Veröffentlicht: 2017
Seitenzahl: 544
Verlag: cbt
Serie: Ja.
1. Schnee wie Asche
2. Eis wie Feuer
3. Frost wie Schatten
Genre: Jugendbuch
Preis: 14,99€

Zur Geschichte:
Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk. Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage: Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte...

Meine Meinung:
Was zur Hölle hat die Autorin gemacht?! Band 1 war so spannungsgeladen. Überall gab es Drehungen und Wendungen und es ist so viel passiert. Band 2 war einfach nur nichts. Es ist im Vergleich absolut gar nichts passiert. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir relativ schwer, da Meira sehr viel mit sich selbst beschäftigt war und es sich dadurch um ihr emotionales Leben drehte. Das war nicht sonderlich spannend. Im Laufe des Buches wurde es leider nicht viel besser. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Autorin beim schreiben nicht wusste wohin das ganze führen sollte. Erst auf den letzten 100 Seiten wurde Spannung aufgebaut und das, obwohl das Buch mit seinen 544 Seiten ein wenig dicker ist als Band 1, der fast durchgehend spannend war. Das hätte die Autorin besser aufteilen können. 99% dieses Buches bestehen aus einer politischen Reise durch Primoria um.. ja wozu eigentlich? Ich habe keinen blassen Schimmer. Dazwischen jammert Meira dann rum.


Meira hat sich wieder mehr Gedanken über Sachen gemacht als nötig, aber zeitgleich noch ihren Mut verloren. Sie ist die Königin von Winter verdammt noch mal! Mädchen, reiß dich zusammen! Die ganze Zeit hat sie gezweifelt und sich von den anderen durch die Gegend schubsen lassen. Sie jammert quasi durchgehend. Ja, OK, Liebesdreieck und so. Aber mal im Ernst, nach dem fulminanten Finale von Band 1 hab ich mir echt mehr erhofft als nur "ich liebe ihn, ich liebe ihn nicht, liebe ich ihn? Achja! Ich muss mich um Winter kümmern!".
Auch Mather fand ich extrem nervig, wobei ich ihn in Band 1 auch schon nicht ganz so prickelnd fand. Obwohl er darauf trainiert wurde, der König von Winter zu sein, verhält er sich noch kindischer als Meira, die quasi ohne Vorwarnung in diese Rolle geworfen wurde. Dass viele Kapitel aus seiner Sicht erzählt wurden, hat das ganze nicht verbessert.
Und zu guter Letzt, Theron. Hach Theron, was soll man über ihn sagen? Während er mir in Band 1 sympathisch war und einen relativ eigenständigen Kopf hatte, war er in diesem Teil nur eine Marionette seines Vaters. Was ist da bitte passiert?!
Aber auch bei den Charakteren bessert sich alles auf den letzten 100 Seiten.


Die Autorin hat meine Idee aus Band 1, die Geschichte im personalen Erzählstil zu erzählen, anscheinend auch gehabt. Jedoch nur zur Hälfte. Und dafür musste Mathers Perspektive einfließen. Vollkommen überflüssig. Niemanden interessiert Mather.
Der Schreibstil an sich war jedoch trotzdem sehr angenehm zu lesen, auch wenn er das nicht-Geschehen der Geschichte nicht kaschieren konnte.

Mann! Ich habe so gehofft, dass das Buch nicht unter dem Band-2-Syndrom leidet und dann... Lasset uns beten, dass das Finale wieder ordentlich einen rausholt, sonst hätte die Autorin Band 1 auch als Einzelband stehen lassen können. 

Fazit:
Band-2-Syndrom hoch 10. Es passiert nichts, die Charaktere sind nervig und eigentlich interessiert es nach dem 200tsen Mal immer noch niemanden wie Meira sich fühlt. Trotzdem gibt es 2,5 Sterne, weil die letzten 100 Seiten wirklich nochmal was rausgerissen haben und doch noch Lust auf den letzten Band machen.


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